Schaut man sich die Wirtschaftsdaten des Staates Autralien an, kann die Antwort eigentlich nur ein anerkennendes Nicken sein, denn es hat sich seit den achtziger Jahren sehr viel getan. Damals brach eine große Rezession über das Land herein, infolgedessen die Arbeitslosigkeit rapide anstieg. Viele Unternehmen waren in staatlicher Hand und auch die Gewerkschaften haben damals eine sehr große Rolle gespielt. Insgesamt gesehen war wirklich nur sehr wenig Dynamik vorhanden, so dass unbedingt etwas getan werden musste.
1983 begann dann die damals regierende Labour- Partei, das Wirtschaftssystem zu modernisieren, indem vor allem die Privatisierung vorangetrieben wurde. In der heutigen Zeit ernet Australien die Früchte dieser Reformen und kann bei allen wichtigen Wirtschaftsdaten wirklich respektable Werte vorweisen. Lag die Arbeitslosenquote 1995 noch jenseits der 10%, so stellte sie mit 5,6 Prozent im Jahre 2003 einen absoluten Niedrigrekord auf und die Prognosen gehen davon aus, dass sie noch weiter sinken wird.
Die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukt sind ebenfalls sehr beachtlich und gehören seit über 15 Jahren mit zu den höchsten aller westlichen Industrienationen. Seit 1995 gab es kein Jahr mehr, in dem das Wirtschaftswachstum unter 3 Prozent gelegen hat. Schaut man sich dagegen einige Staaten in der EU an, können einen diese Zahlen wirklich nur in Staunen versetzen. Die Australier haben durch gute politische Entscheidungen und harte Arbeit einen beachtlichen Wohlstand hergestellt, der wohl noch weiter ansteigen wird.
Australien ist in der glücklichen Lage, über sehr reiche Rohstoffvorkommen zu verfügen, die eine gewisse Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen zur Energiegewinnung bedeuten. Auch wenn heute fast 75% aller Australier im Dienstleistungssektor arbeiten, ist die Rohstoffindustrie tradtionell sehr stark vertreten. Fast 15 Prozent des weltweiten Kohleexports gehen auf das Konto Australiens, womit es eindeutig die Spitzenposition einnimmt. Um diesen wichtigen Wirtschaftsfaktor nicht zu gefährden, hat Australien übrigens darauf verzichtet, das Kyoto- Protokoll zur Eindämmung des CO2- Ausstoßes zu ratifizieren.
Trotz der großen Modernisierungswelle ist die Landwirstchaft immer noch verhältnismäßig wichtig für die Wirtschaft in Australien, denn hier werden immerhin noch 3% des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet. Vor allem im Bereich der Wollproduktion ist Australien mit einem Weltmarktanteil von knapp 30% unangefochtener Spitzenreiter. Bei der Erwähnung wichtiger Landwirtschaftszweige sollte netürlich auch der Weinbau nicht vergessen werden, der immerhin mit einem Volumen von knapp 2,5 Milliarden australischen Dollar zu Buche schlägt.
Ein weiterer sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor in Australien ist der Tourismus, der seit 2003 wieder steigende Umsätze verzeichnet und somit einen nicht unerheblichen Anteil zum australischen Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Wichtige Ziele für Touristen sind neben den großen Metropolen Sydney und Melbourne vor allem die vielen Nationalparks, die es in Down Under gibt. Der Tourismus sorgt für Umsätze von knapp 17 Milliarden australischen Dollar jährlich und bietet über 500.000 Australiern einen Arbeitsplatz.
Australien verfügt also über eine Wirtschaft, die auf vielen verschiedenen Standbeinen fußt und deshalb unanfälliger für Krisen im Ausland ist. Dazu kommt ein stabiler Arbeitsmarkt und gute jährliche Wachstumsraten. Wenn die Entwicklung sich weiter so positiv fortsetzt, haben die Australier definitiv eine rosige Zukunft vor sich. Tipps: Jobsuche in Australien | Karte Koh Tao | Mietwagen Thailand